now010.com

Das Photographische Online-Magazin über artANDstyle

 

POP LIFE

12. Februar bis 9. Mai 2010 - Galerie der Gegenwart - Hamburger Kunsthalle


„POP LIFE vereint spektakuläre Werke von einigen der bekanntesten Künstler der vergangenen Jahrzehnte, die ihre Kunst und ihre öffentliche Person mit verschiedenen Strategien kalkuliert für die Medien inszenieren und ihren materiellen Erfolg unverhohlen mit den Mitteln einer durch und durch kommerzialisierten Gesellschaft anstreben ...“


Der Künstler als Marke,

das Kunstwerk als Markenprodukt ...


Die Kennzeichen des Kommerz in der Kunst = Pop Art. Aspekte die häufig eine kritisch distanzierte Auseinandersetzung mit Pop Art kennzeichnen. „POP LIFE zeigt die verschiedenen Methoden, mit denen sich Künstler seit den 1980er Jahren auf die Massenmedien eingelassen haben, und wie sie dabei ihre künstlerische Persönlichkeit bewusst als „Marke“ geschaffen und kultiviert haben.“


Aber POP LIFE sieht weiter:

„Die Verbindung von Kultur und Kommerz wird gemeinhin als Verrat an den Werten der modernen Kunst angesehen. POP LIFE hingegen zeigt, dass für viele Künstler nach WARHOL erst in dieser Verschmelzung eine Interaktion mit der gegenwärtigen Welt überhaupt möglich wird.“


Die Konsumgesellschaft – die Massenmedien - prägen unserer Zeit, somit ist es geradezu unumgänglich, dass sich relevante Kunst auch mit deren Aspekten auseinandersetzt und künstlerische Strategien darin bestehen können, diese visuell aufzugreifen, zu thematisieren oder sich gar deren Mechanismen anzueignen.


Und überhaupt – drängt sich der Kommerz- bzw. Marken-Aspekt nicht vornehmlich durch die Thematik vieler Werke dieser Kunstrichtung auf?

War DALI keine Marke – mit Markenzeichen wie Bart und exzentrischer Inszenierung der Markenpersönlichkeit?

Schätzt der Sammler nicht einen PICASSO, weil er auch in seinem sozialen Umfeld als solcher wiedererkannt wird und im Markt als solcher be- und anerkannt ist? Also.


Die Selbstähnlichkeit künstlerischen ´Kreativproduktes´ wird als gefundene persönliche Stilistik und Ausdrucksform schon immer gewürdigt. Also, wo ist der Unterschied von Pop Art zu Künstlern und ihren Werken in anderen Richtungen der Kunst – abgesehen von deren visueller Ästhetik und den thematischen Inhalten? Um die es ja eigentlich geht.


Geht es also nicht viel mehr um die visuelle Relevanz der prominenten Werke, durch deren direkten Bezug auf kollektiv bewusstes Zeitgeschehen oder deren Ikonen, wodurch sie auch noch nach Jahrzehnten faszinieren – und ja, es ist mit Sicherheit auch die Ästhetik der Werke, deren zumeist reduziert formale, elementare Gestaltung.

Und ist es bei den neuen Werken von KOONS, HIRST und MURAKAMI nicht das künstlerisch virtuose Spiel mit den alltäglich medialisierten und so kollektiv präsenten ´Auswüchsen´ globalisierter Märkte, was die Attraktion ausmacht? ´Plakative´ Abstraktion in einer immer komplexer werdenden Informationsgesellschaft.


Um die visuelle Relevanz und Ausdrucksstärke soll es jetzt zumindest bei den folgenden photographischen Impressionen zur Ausstellung POP LIFE gehen. Die Photographie gibt bewusst nur ausschnitthaft Einblick in ausgewählte Werke der Ausstellung >>


ST Schwanitz / Zitate: Text Hamburger Kunsthalle


Hier gibt es mehr zu sehen:

Visuelle Eindrücke zur Ausstellung >>

Hier gibt es mehr zu lesen:

Einleitender Text der Hamburger Kunsthalle >>



coverPage >>

Impressionen aus der Ausstellung